PRP-Behandlung: ein moderner, vielversprechender Ansatz in der Orthopädie
- Florian Kürsten
- 20. Feb. 2023
- 2 Min. Lesezeit

In einer solchen Zentrifuge wird das Plasma von den anderen Blutbestandteilen getrennt. Bild von Alberto2018 auf Pixabay
Therapien mit Eigenblut – und um eine solche handelt es sich bei PRP (Plättchen-reiches Plasma) – geraten immer mehr in den Blickpunkt der Orthopädie und Sportmedizin. Im Rahmen dieser noch verhältnismäßig jungen Behandlungsmethode wird dem Patienten Blut abgenommen und dieses anschließend mit einer Zentrifuge aufbereitet. Die so gewonnene Substanz wird ohne irgendwelchen anderen Zusatz, unmittelbar an den Ort der Verletzung oder Erkrankung gespritzt. An dieser Stelle können dann Heilung und Regeneration beschleunigt und wirksam unterstützt werden.
PRP ist bewährt bei akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates
Haupteinsatzgebiet der PRP-Therapie ist ganz klar die schmerzhafte Arthrose (leicht bis mittelschwer), welche möglicherweise schon Schäden am Knorpel zeitigt. Auch Verletzungen und Störungen an Muskeln, Sehnen und Bändern sind erfolgversprechende Anwendungsbereiche für die PRP-Behandlung. Akute Knochenfrakturen fallen auch in ihr Einsatzgebiet.
Besonders optimistisch stimmende Behandlungsergebnisse erzielt man mit der PRP-Therapie beim Tennisellenbogen (= Tennisarm). Aber auch bei chronisch gewordenen Sehnenleiden im Schultergürtelbereich oder bei der Achillessehne kann eine PRP eine heilungsfördernde Wirkung haben. Diese Erkenntnisse decken sich mit den Erfahrungen des Orthopäden in Langenfeld, Dr. Sebastian Dömkes, der dieses Verfahren auch in seiner Praxis erfolgreich anwendet.
Wirkungsweise der PRP-Therapie
Das plättchen-reiche Plasma, also das körpereigene PRP, kann Schmerzen lindern und dafür sorgen, dass die Gelenke belastbarer werden und die Beweglichkeit wieder hergestellt wird.
Neben roten und weißen Blutzellen weist das körpereigene Plasma auch Thrombozyten (Blutplättchen) und Wachstumshormone auf. Beide spielen eine wichtige Rolle – sowohl in der Regeneration als auch in der Heilung. Studien haben ergeben, dass die Zahl der Thrombozyten und Wachstumsfaktoren in der Spritze um das 3- bis 6-fache erhöht ist und dadurch die Neubildung von Zellen beschleunigt werden kann. Dies hat positive Auswirkungen auf Knochenzellen, Bindegewebszellen und Gefäße.
Wie läuft die Behandlung ab?
Mit einem speziellen Spritzensystem, das eine hohe Sicherheit gegenüber einer Blutkontamination gewährleistet, werden dem Patienten an einer Armvene etwas mehr als zehn Milliliter Blut abgenommen. In einer speziellen Zentrifuge wird sofort im Anschluss das so gewonnene Blut in seine verschiedenen Bestandteile aufgetrennt und im letzten Schritt dem Patienten daraus ein Plasma-Konzentrat von circa zwei Milliliter in das betroffenen Körperareal gespritzt. Insgesamt nimmt dieser Prozess nicht mehr als 30 Minuten in Anspruch.
In den Tagen nach einer solchen PRP-Therapie können vermehrt Schmerzen auftreten, die aber schnell wieder abklingen. Ein bis zwei Monate sollte die behandelte Körperregion (Muskel, Sehne, Gelenk) noch geschont werden, bis sich die komplette Wirkung entfaltet. Bis zu einem Jahr Symptombesserung ist danach zu erwarten.
Die Behandlung kann als sehr risikoarm und – durch die Eigenblutinjektion – als ausgesprochen nebenwirkungsarm bezeichnet werden.
Zahlt die Krankenkasse die PRP-Therapie?
Die PRP-Therapie entwickelt sich schon seit Jahren zu einem vielversprechenden Behandlungsansatz für Orthopäden und Sportmediziner, so auch die Erfahrung von Orthopäde Dr. Sebastian Dömkes, Langenfeld.
Dennoch ist diese Therapie keine Leistung, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Sie gilt als private Zusatzleistung. Privatversicherte müssen vor der Behandlung klären, ob eine Kostenübernahme stattfinden kann. Die Kosten können in Deutschland sehr unterschiedlich sein – je nach Arzt, Region und Klinik.
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